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Buchtipps

Kein anderer Autor schreibt wie Peter Kurzeck. Seine Texte gleichen eher gesprochener Sprache, er flechtet sie aus Eindrücken und Erinnerungen. Und so hört man ihn geradezu erzählen, während man ihn liest, wird eingesogen von seinem Sprachfluss – und ich höre ihm wahnsinnig gerne zu. In Erzählschleifen greift Kurzeck immer weiter aus und breitet so in seinem Sommerbuch die Erinnerungen an einen Urlaub (eigentlich zwei Urlaube) in der Provence Anfang der 1980er Jahre vor uns aus.  

Rechtzeitig zum Ferienbeginn ist der lang erwartete fünfte Band der Kleinen Dame endlich erschienen. Dieses Mal führt die Salafari in die blauen Berge, wo Lillys Oma wohnt.

Ein Snöfrid ist ein etwa kniegroßes Wesen, das Ähnlichkeit mit einem Biber hat. Unser Snöfrid lebt im Wiesental und mag es gerne ruhig und beschaulich. Er bewohnt eine heimelige Höhle und ernährt sich vorzugsweise von frischem Quellwasser und von Haferbrei. Zu Beginn der Geschichte ist für ihn die Welt noch in Ordnung – er muss nicht allzu viel reden und hat es ruhig. Doch dann ändert sich alles!

Die wilden Zwerge sind eine quirlige Multi-Kulti-Kindergarten-Truppe, die ihre Erzieherinnen zum Lachen, Weinen und manchmal Verzweifeln bringen. In einem der drei Abenteuer will ausgerechnet der schlimme Richard die zarte Elena heiraten und die Hochzeit seiner Erzieherin nachspielen. Hatte nicht jeder einen unbändigen, etwas ungeschickten Richard und eine sensible, weinerliche Elena in seiner Kindergartengruppe? Herrlich! Die Bücher sind humorvoll illustriert von der bekannten Illustratorin Susanne Göhlich.

Zweites Rezensionsvideo von Thomas Voglgsang. »Die Handschriften von Saragossa« des weitgereisten Freigeists Jan Graf Potocki. Rezensionsvideo gedreht und geschnitten von Kathrin Aue. Wichtige Anmerkung: der Buchpreis ist leider mittlerweile vom Aufbau-Verlag auf 14,95 EUR erhöht worden!  

buch&töne-Inhaber Thomas Voglgsang erzählt in dieser Videorezension, was ihn an diesem Thriller von Thomas Willmann fasziniert hat. Wunderbar gefilmt und geschnitten von Kathrin Aue, München. (Vielen Dank!) Anmerkung: Das Buch ist mittlerweile als Taschenbuch bei Ullstein für 9,99 EUR erhältlich.  

In seinem zweiten Roman „Tausend strahlende Sonnen“ begleitet Khaled Hosseini diesmal das Schicksal zweier Frauen in Afghanistan. Auf eine unglaublich berührende Weise nimmt er den Leser mit in den Alltag eines afghanischen Dorfes zu Zeiten des Krieges sowie des Friedens und erzählt von zwei Frauen und ihrem schwierigen Weg durch ein Leben voller Unterdrückung. Marjam und Leila erleiden beide das selbe Schicksal – sie werden in jungem Alter mit dem Schuhmacher Rashid verheiratet. Doch diese beiden Hochzeiten trennen vierzehn Jahre.

Ein neuer Fall beschäftigt Bruno Courrèges, Chef de police im beschaulichen Ort Saint-Denis, der Heimat von Bauern und Winzern, die hier im Périgord nach jahrhundertealter Tradition gemeinsam ihren Wein anbauen. Während Bruno die Brandstiftung in einem Forschungslabor der Regierung für geheime Pflanzenzüchtungen untersucht, möchte der Inhaber eines amerikanischen Weinbaukonzerns möglichst viel Land aufkaufen, um Billigwein im großen Stil industriell zu produzieren. Damit hätte die Globalisierung auch das Périgord erreicht.

Oxford, 1976: Ganz England stöhnt über die Hitze, doch Ruth Gilmartin ist vor allem um ihre Mutter besorgt: Ständig beobachtet Sally den Wald hinter ihrem Garten, das Telefon beantwortet sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie - obwohl unversehrt - nur im Rollstuhl. Schließlich eröffnet sie ihrer Tochter, dass jemand sie töten wolle. Ihr wahrer Name sei Eva Delektorskaja und sie habe im Krieg als Spionin gearbeitet.

„Eine unterhaltsame Lektüre.“ Um die sympathische Hauptfigur Bruno entwickelt sich eine story mit einem beziehungsreichen historischen Hintergrund. Schauplatz ist ein Städtchen im französischen Périgord, dessen Lokalkolorit der Autor sehr anschaulich zu schildern weiss. Man merkt, dass er diese kleine Welt, ihre Bewohner und deren Gepflogenheiten aus eigenem Erleben genau kennt und liebt.