Details

ISBN/EAN: 978-3-95667-266-8
Altersempfehlung: 14-99 J.
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2016
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
344 S.
Format (T/L/B):
2 x 21 x 13.7 cm

Hersteller:
Bookwire GmbH
pod@bookwire.de
Voltastraße 1
DE 60486 Frankfurt am Main
https://www.bookwire.de/impressum/

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Fiona - Gefühle (Band 3)

Dark Fantasy, Fiona 3

9,80 €

Nicht lieferbar

Beschreibung

Erde, Sommer - Winter 2006. Mein Name ist Fiona und ich bin eine Kriegerin. Meine Aufgabe ist es, für das Gleichgewicht zu sorgen. Leider wurde nie genau definiert, was das Gleichgewicht eigentlich ist. Und wie ich eine Störung desselben erkenne. Oder was ich eigentlich tun soll, wenn ich eine solche Störung feststelle. Überhaupt ist meine Jobbeschreibung sehr kurz: Achte auf das Gleichgewicht. Die Welt, in der ich lebe, ist komplex. Doch es gibt eine einfache Regel: Beherrsche die Illusion und du hast die Macht. Magie ist nichts anderes, als das Spiel mit dem Scheinbaren. Wer die Illusion manipulieren kann, hat die Kraft der Magie. Leider ist die Illusion verdammt real. Im ersten Zyklus (Band 1 bis Band 6) muss ich genau das lernen. Natürlich passiert noch viel mehr, aber das ist die vermutlich wichtigste und schmerzhafteste Lektion. Im zweiten Zyklus (Band 7 bis Band 11, ab 2018) komme ich mir vor wie ein Spielball der Götter. Doch ganz wehrlos bin ich nicht. Im dritten Zyklus (Band 12 bis Band 16, voraussichtlich ab 2020) holen mich die Schatten der Vergangenheit ein. Im vierten Zyklus (Band 17 bis Band 21), zu dem bislang nur erste Ideen existieren, wird es aber um ein neues Leben gehen, in dem neben Katharina auch noch mein Sohn eine wichtige Rolle spielt. Parallel zu der Hauptserie gibt es eine kostenlose E-Book-Serie, Geschichten einer Kriegerin, mit mehr oder weniger kurzen Episoden aus meinem Leben. Und natürlich die Spin-Offs wie "Die Legende von Sarah und Thomas", die mit der Hauptserie eng verknüpft sind. Ganz abgesehen davon, dass Sarah eine Nervensäge hoch drei, aber trotzdem irgendwie ganz nett ist, diese Zicke.

Leseprobe

"Versuchs doch." Ich schaue ihn herausfordernd an. "Schaffst du sowieso nicht. Eher beiße ich dich." "Du? Mich? Beißen?" "Klar doch! Glaubst du nicht?" Ich stürze mich auf ihn und schleudere ihn gegen den Kessel, dann beiße ich mit aller Kraft in seinen Hals. Das Blut spritzt mir in den Mund. Michael schreit auf und versucht mich fortzustoßen, ohne Erfolg. Dann packt er meine Haare und zieht ruckartig an ihnen. Damit schafft er es, mich von seinem Hals loszureißen, allerdings mit einem Stück seines Fleisches zwischen meinen fest zusammengebissenen Zähnen. Er schreit auf, krümmt sich und presst die Hände auf die Wunde. Ich spucke das Fleisch aus. "Verdammt! Warum hast du das getan?" "Darum. Du hast mich provoziert." "Beißt du jeden, der dich provoziert?" "Nein, nur dich." Ich lehne mich wieder gegen den Kessel und beobachte ihn. Er richtet sich auf, eine Hand auf die Wunde gepresst. Er scheint mir etwas sagen zu wollen, kommt aber nicht dazu, weil hinter ihm ein Mechaniker erscheint und uns anstarrt. Michael fährt herum, packt ihn, drückt ihn gegen die Wand und schlägt die Zähne in seinen Hals. Der Mann bäumt sich auf, ein ersterbender Schrei verlässt seine Lippen. Er zuckt ein paarmal, dann entspannt sich sein Körper. Er stirbt lautlos. Als er leer ist, lässt Michael ihn auf den Boden sinken und kommt auf mich zu. "Ich lasse mich von dir nicht beißen", warne ich ihn. "Das habe ich auch nicht vor." Er packt mit einer Hand blitzschnell meinen Hals. "Sein Leben belastet dein Gewissen, meine Liebe." "Ganz sicher nicht. Du hast dich selbst entschieden, ihn zu töten." Ich packe mit beiden Händen seinen Arm, doch seine Finger schließen sich wie ein Schraubstock um meinen Hals. Ich müsste ihm den Arm brechen, was ich tun könnte. Aber ich will nicht. "Lass mich los, Michael." "Ach? Du kannst ja lieb sein." "Soll ich dir die Eier abreißen?" Er schiebt grinsend sein Gesicht so nah vor meins, dass ich nichts anderes mehr sehe. "Das würdest du tun? Oh ja, ich glaube, das würdest du tun. Dir traue ich das zu." Ich starre in seine dunkelblauen Augen. "Hey, versuchst du mich zu hypnotisieren, kleines Biest? Weißt du, was ich mich gerade frage?" "Was denn?" "Was passieren würde, wenn ich dich jetzt küsse. Beißt du mir dann die Zungenspitze ab? Oder reißt du mir die Zunge und den Gaumen raus?" "Versuchs doch", erwidere ich heiser. Ich glaube einfach nicht, dass ich das grad gesagt habe. Und ich glaube einfach nicht, dass ich mir wünsche, er wäre mutig genug, es zu probieren. Er denkt nach, scannt mein Gesicht. Schließlich kommt er wieder bei den Augen an. Er nickt langsam, dann beugt er sich vor, bis seine Lippen meine Lippen berühren. Sanft, sachte. Vorsichtig schiebt er seine Zunge vor, ich empfange sie mit meiner. Lade sie ein, öffne den Mund. Seine Zunge dringt tief ein, sie spielt mit meiner Zunge, unsere Lippen pressen sich luftdicht aufeinander. Ich schließe die Augen. Dann ist es vorbei. Ich öffne die Augen, sehe ihn vor mir, keuchend. "Wir sind kein Liebespaar, ich werde dir keinen blasen, es wird sich auch nicht wiederholen", erkläre ich. "Alles klar", sagt er grinsend. "Meine Fresse, kannst du küssen!" Du auch, denke ich, aber ich werde mich hüten, ihm das zu verraten. Ich löse seine Finger von meinem Hals.